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Madeira


Essen und Trinken in Madeira


Frischer Espada auf dem Fischmarkt von Funchal, © 2000 Frank Theis
Die Küche Madeiras ist stark geprägt von portugiesischen Einflüssen. Wie bei einer Insel nicht anders zu erwarten spielt Fisch eine große Rolle. Besonders hervorzuheben ist der Espada, der schwarze Degenfisch. Dieser Tiefseefisch ist fast als endemisch zu bezeichnen, da er außer vor der Küste Madeiras nur noch vor Japan gefangen wird. Sein sehr schmackhaftes Fleisch ist weiß und zart. Als gegrilltes Filet wird er auf einem Bananenblatt mit einer gebackenen Banane serviert. Angeblich gibt es für die Zubereitung 365 verschiedene Rezepte.

Espetata klingt zwar ähnlich, ist aber ein Nationalgericht aus gegrilltem Ochsenfleisch. Ursprünglich wurden die Fleischstücke auf Lorbeerspieße gesteckt, wodurch das Fleisch besonders aromatisch wurde. Da der Lorbeer mittlerweile gschützt ist, werden Edelstahlspieße verwendet.
Bolo de Mel, © unbekannt
Als Proviant auf Wandertouren ist der "Bolo de Mel" zu empfehlen. Der Bolo ist ein haltbarer, äußerst schmack- und nahrhafter runder Honigkuchen mit Nüssen, Mandeln und Früchten. Es gibt ihn preiswert in jedem Supermarkt in unterschiedlichsten Variationen und Größen.


Vintage Madeira, © Leacocks Berühmt ist Madeira für den gleichnamigen Wein. Damit es nicht langweilig wird, gibt es Madeira in einer schier endlosen Vielfalt. Ausgangsbasis sind immer die vier Traubenarten Malvasia, Boal, Serical und Verdelho, die entweder zu sortenreinem Wein verarbeitet oder miteinander verschnitten (blended) werden. Im Unterschied zur hier bekannten Winzerei wird Madeira bewußt bei hohen Temperaturen (40-50 °C) fermentiert. Anschließend wird der Wein für mehrere Jahre in alten Sherryfässern gelagert und bekommen dadurch einen unverwechselbaren, rauchigen Geschmack. Je nach Qualität beträgt die Lagerzeit bis zu 20 Jahre. Ausführliche Erklärungen zur Produktion und Geschichte gibt es auf der Homepage der Madeira Weinhandelsgenossenschaft.

Wem der Wein nicht kräftig genug ist, der greife zur "Poncha". Auf Basis des lokalen Zuckerrohrschnapses, dem "Aguardente de Cana", entsteht unter Einsatz von Honig oder Zuckerrohrsirup und Limettensaft ein Cocktail, der zwar durchaus erfrischt, aber seine hochprozentige Herkunft nicht vergessen läßt.


 
 


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