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Kapverden



 
  Last modified: 25.06.04
Nationalflagge: Nationalflagge
Geographie: Lage: 16,00º n.B. 24,00º w.L. ca. 450km westlich vor der Küste Senegals
Fläche: 4033 km² (davon 11% landwirtschaftlich genutzt, 6% Weideflächen)
Küstenlinie: ca. 1000 km
höchste Erhebung: Pico de Fogo mit 2829m
 
Geologie: Das Archipel der Kapverden ist vulkanischen Ursprungs. Im Bereich der westlichen Inseln gibt es noch immer vulkanische Aktivitäten. Der letzte Ausbruch fand 1995 auf Fogo statt.
Auf Santo Antão, besonders im Bereich Ponta del Sol, wird seit ca. 5 Jahren eine stetige Erhöhung der Wassertemperaturen beobachtet. Daraus leiten italienische Vulkanologen ein steigendes Risiko erneuter Ausbrüche ab.
 
Zeitzone: UTC - 1 Std., keine Sommerzeit
-> -2h (im Sommer -3h) Zeitdifferenz zu Deutschland
 
Bevölkerung (lt. Censo 2000): Gesamtbevölkerung: 434625
davon unter 14 Jahren: 181993
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner/km²
Arbeitslosenquote gesamt: 17,4%
Jugendarbeitslosigkeit (15-24Jahre): 29,7%
Analphabeten bei den über 15 jährigen: 25,2%
71% der Einwohner Kap Verdes sind Mulatten, 28% Schwarze und rund 1% Weiße.
93,2% bekennen sich zur Römisch Katholischen Kirche.
 
Landessprachen: Portugiesisch
Umgangssprache ist Creol (inselspezifische Dialekte)
 
Währung: CVE (kapverdische Escudos). 1€ entspricht in etwa 110CVE
 
Geschichte:

1456 wird Boa Vista zufällig von portugiesichen Seefahrern entdeckt.
Die erste Besiedlung findet im Jahre 1460 statt.
Ribeira Grande auf Santiago wird durch Sklavenhandel zu einem florierenden Hafen.
1532 errichtete man ein eigenständiges Bistum.
Mit der Entsendung eines Generalgouverneurs erhält die Insel einen offiziellen Status als portugiesische Kolonie.

Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt mit der Einrichtung eines Kohledepots in Mindelo (Sao Vicente) ein neuer Aufschwung.
Dürrekatastrophen zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die Verlagerung der Zwischenstationen der Transatlantikrouten führen erneut zu einem Niedergang der Kapverden.
Nach weiteren Hungerkatastrophen in den 1940ern kommt es in den 60er Jahren zu Unruhen in der Bevölkerung.
Das Ende der Diktatur in Portgal beendet auch die Kolonialzeit.
Seit dem 5. Juli 1975 sind die Kapverden unabhängiger Staat.
 

Politik:

Nach der Unabhängigkeit in 1975 werden die die Kapverden von der sozialistisch-marxistischen Einheitspartei PAICV regiert.
Die Änderung des politischen Klimas in Europa bewirkt auch ein Umdenken auf den Kapverden. Durch Verfassungsänderung in 1990 wird ein Mehrparteiensystem eingeführt.
Bei den ersten freien Wahlen 1991, wird die oppositionelle wirtschaftsliberale MPD stärkste Kraft. Mit hoher Auslandsverschuldung wird die Entwicklung des Landes vorangetrieben.
Die Wahlen 2001 führen mit dem Sieg der erneuerten PAICV zu einem Regierungswechsel. Abbau der Auslandsverschuldung wird poltitisches Ziel.
 

Wirtschaft:

Die Kapverden verfügen über keine nennneswerten Resourcen.
Nur auf 4 Inseln gibt es, zumindest zu Zeiten in denen der jährliche Regen nicht ausbleibt, genügend Wasser für landwirtschaftliche Nutzung.
Die landwirtschaftliche Produktion reicht nicht zur Eigenversorgung. 90 Prozent der Nahrungsmittel werden importiert.
Der Fischreichtum in den Gewässern der Kapverden kann wegen der schlechten Ausrüstung der Fischer nicht ausgeschöpft werden.
Exportiert werden Fisch, Langusten, Bananen, Schuhe und Textilien. Exporte von Bananen, Salz, Zucker und Kaffee sind durch restriktivere Einfuhrbestimmungen der Zielländer und Preisverfall auf dem Weltmarkt stark zurückgegangen.
Der Staat finanziert sich hauptsächlich aus Einfuhrzöllen. Erst in 2004 wurde eine Mehrwertsteuer (15%) eingeführt.

Die meisten Güter des täglichen Bedarfes sind teuer, da sie importiert werden und mit hohen Einfuhrzöllen (PKW 37%) belegt sind.
Ein Lehrer verdient ca. 30.000CVE/Monat, ein Tagelöhner ca. 480CVE/Tag.
1,5 Liter Trinkwasser kostet 90CVE, ein Liter Diesel ca. 75CVE.
Grundnahrungsmittel (Mais, Bohnen und Reis) und Gas sind staatlich subventioniert.
 


Quellen:Pagina Oficial do Governo; Nationales Institut für Statistik


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